Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Wetteraukreis

Wissen & Praxis-Tipps

Auf dieser Seite haben wir Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Landwirtschaft und Gewässerschutz und außerdem jede Menge Praxistipps für Sie zusammengestellt.

News

Sep
30

Sensortechnik im Rapsanbau

Weitere Informationen finden Sie unter Wissen & Praxis-Tipps…

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Sep
21

Feldbegehung Erosionsschutz

Die Einladung zur Feldbegehung finden Sie unter Veranstaltun…

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Sep
14

Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung in Kraft

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Sensortechnik im Rapsanbau

veröffentlicht am: 30.09.2021

Durch den Einsatz eines Sensors kann die Stickstoffaufnahme von Rapsbe-
ständen ermittelt werden. Da die Stickstoffaufnahme des Rapses vor dem Winter die Höhe der Frühjahrsdüngung bestimmt, wird auf Basis der Ergeb-
nisse des Scans die Düngung optimiert.

Details und Hintergründe zum Scannen von Rapsbeständen können Sie in folgendem Rundbrief nachlesen:
Rundbrief zur Sensortechnik im Rapsanbau (pdf 220 KB)


Änderungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung in Kraft

veröffentlicht am: 14.09.2021

Neue Anwendungsbestimmung in Wasserschutzgebieten

Mit der fünften Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung sind am 08.09.2021 neue Anwendungsbestimmungen von Pflanzenschutzmitteln, speziell von Glyphosat, in Kraft getreten.
Ab sofort ist die Anwendung von Glyphosat generell in Wasserschutz-gebieten, Heilquellenschutzgebieten, Kern- und Pflegezonen von Biosphären-reservaten und zur Sikkation (Spätanwendung vor der Ernte) verboten!
Außerhalb dieser Gebiete sind die Anwendung, die Häufigkeit der Anwendung und die zu behandelnden Flächen auf ein notwendiges Maß zu reduzieren!

 

Liegen meine Flächen in einem Wasser- und/oder Heilquellen-schutzgebiet?

Es gibt zwei Möglichkeiten dies herauszufinden:

1. Besuchen Sie das Fachinformationssystem Grundwasser- und Trinkwasserschutz Hessen (Gruschu), mit der Karte der Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: https://gruschu.hessen.de

Kurzerläuterung GruSchu:

  • Nach dem Aufruf dieses Links müssen die Nutzungsregeln mit dem Button „Akzeptieren“ unten rechts bestätigt werden. Danach kann eine kurze Einführung gestartet oder diese mit einem Klick auf das „x“ verworfen werden.
  • Geben Sie oben links über die Suchfunktion bei Ort, Adresse, PLZ Ihren gesuchten Standort ein. Die Karte zoomt automatisch in den von Ihnen gesuchten Bereich.
  • Luftbilder können Sie oben rechts mit dem linken Karteireiter einblenden.
  • Die Legende können Sie oben rechts mit dem mittleren Karteireiter anzeigen lassen.
  • Das Anwendungsverbot für Glyphosat gilt für alle Zonen der Wasser- und Heilquellenschutzgebiete.

2. Sie können die betroffenen Flächen im Gemeinsamen Antrag einsehen:

Kurzerläuterung Agrarportal:

  • Melden Sie sich mit ihren Zugangsdaten unter https://agrarportal-hessen.de an.
  • Über die Kachel „Gemeinsamer Antrag“ und anschließend „Meine Flächen“ kommen Sie zu Ihrer Flächenbearbeitung.
  • In der Menüleiste links „Schlagerfassung FNN“ können Sie unter „Schutzgebiete“ die entsprechenden Kulissen auswählen.

 

Wo darf Glyphosat außerhalb der oben genannten Gebiete noch angewendet werden?

  • Im Einzelfall, wenn vorbeugende (geeignete Fruchtfolge, geeigneter Aussaatzeitpunkt, mechanische Bearbeitung, Pflugeinsatz) und andere technische Maßnahmen nicht geeignet sind.
  • Vorsaat- oder Stoppelbehandlungen zur Bekämpfung von:
    • ausdauernden Problemunkräutern (wie Ackerkratz-distel, Ackerwinde, Ampfer, Landwasserknöterich und Quecke) nur auf Teilflächen;
    • Unkraut, Mulch- und Ausfallkulturen auf erosionsge-fährdeten Flächen (= CCWasser1, CCWasser2 oder CCWind).
  • Auf allen Ackerflächen, die in Mulch- oder Direktsaat bearbeitet werden, jedoch nicht in WSG.
  • Eine Anwendung auf Grünland ist nur auf betroffenen Teilflächen zulässig:
    • zur Narbenerneuerung, wenn die Nutzung des Grünlands nicht wirtschaftlich oder die Verfütterung die Tiergesund-heit gefährdet,
    • zur Vorbereitung einer Neuanasaat auf erosionsgefähr-deten Flächen oder auf denen Pflugeinsatz verboten ist.

Pflanzenschutz entlang von Gewässern

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln an Gewässern, ausgenommen kleine Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung, gilt ab Böschungsoberkante:

  • ein Abstand von 10 Metern oder
  • von 5 Metern, wenn eine geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke vorhanden ist.

Weitere Anwendungsbestimmungen u.a. in Naturschutzgebieten finden Sie bei der Landwirtschaftskammer NRW unter www.landwirtschaftskammer.de


Fördern Zwischenfrüchte den Drahtwurmbesatz?

veröffentlicht am: 16.07.2021


Auf betroffenen Flächen finden sich häufig mehrere Generationen von Drahtwürmern nebeneinander, wodurch es jedes Jahr zu Fraßschäden an Kulturpflanzen kommen kann.
Folgende Hintergründe zum Thema Drahtwurmbesatz finden Sie im Rundbrief:

  • Was ist ein Drahtwurm?
  • Wie verläuft der Lebenszyklus des Schnellkäfers?
  • Wodurch werden Drahtwürmer gefördert?
  • Welche Kulturpflanzen sind betroffen?
  • Wie kann der Drahtwurmbesatz reguliert werden?

Durch die richtigen Zwischenfrüchte lassen sich Drahtwürmer sogar reduzieren!

Rundbrief Drahtwürmer (475 KB)


Zwischenfruchtgemenge - auf die richtige Mischung kommt es an!

veröffentlicht am: 05.07.2021

Zwischenfruchtmischungen gibt es wie Sand am Meer, doch sind nicht alle empfehlenswert. Die Zusammenstellung einer eigenen Mischung kann Vorteile sowohl hinsichtlich der Zwischenfruchtwirkung als auch ihres Gelbeutels haben. Es lohnt sich folglich über eine Eigenmischung Gedanken zu machen.

Im folgenden Merkblatt finden Sie verschiedene Mischungsbeispiele von Winterzwischenfrüchten mit entsprechenden Saatmengenverhältnissen, Saatgutkosten und ihrer Fruchtfolgeeignung: Merkblatt Zwischenfruchtgemenge (pdf 303 KB)


Ausblick Weizenqualität

veröffentlicht am: 30.06.2021

Die Landwirtschaft erwartet in diesem Jahr hohe Erträge und gute Weizenqualitäten. Aber gerade die Qualitätsbildung von Winterweizen ist kaum steuerbar, da sie von vielen Faktoren abhängt. Was jetzt noch den Rohproteingehalt negativ beeinflussen kann, lesen Sie hier: Ausblick Weizenqualität 2021 (490 KB)


Wintergerste schiebt das Fahnenblatt – jetzt fertig düngen!

veröffentlicht am: 03.05.2021

Trotz des kalten Aprils ist die Wintergerste langsam und kontinuierlich ge-wachsen. Die Bestände schieben aktuell das Fahnenblatt (BBCH 37).
Mit den angekündigten Niederschlägen zum Ende der ersten Maiwoche sollte die Düngung JETZT abgeschlossen werden.

Was gilt es zu beachten:

  • Die steigenden Bodentemperaturen (aktuell 16°C in 10 cm Tiefe) führen zu einer Zunahme der N-Mineralisation in den nächsten Tagen.
  • Auf tiefgründigen Lößlehmen ist der Herbst-Nmin-Wert nicht ausgewaschen, sondern weiterer pflanzenverfügbarer Stickstoff befindet sich in 90-150 cm Tiefe. Die Wurzeln haben diesen Bereich erschlossen und haben Zugriff auf diesen Stickstoff.
  • Je nach Niederschlag und Düngetermin noch keine volle Wirkung der Schossergabe.

Die Abschlussgabe muss sich an der bisherigen N-Düngung und der organischen Düngung im Betrieb orientieren. Selbst für Ertragsniveaus von 9 und mehr t/ha sind folgende Gesamt-N-Düngehöhen ausreichend:

  • ohne organische Düngung: max. 140 kg N/ha
  • mit regelmäßiger organischer Düngung: verstärkte N-Mineralisation berücksichtigen, max. 110-120 kg N/ha

Stickstoffverlagerung - Wo ist der Nmin hin?

veröffentlicht am: 26.03.2021

Nitrat ist im Boden mobil. Es ist wasserlöslich und wird mit dem Bodenwasser transportiert. Wenn von Nmin gesprochen wird, ist damit der mineralisierte Stickstoff gemeint.

Um die Verlagerung von Stickstoff zu untersuchen, wurde ein tiefgründiger Lößlehm-Standort im Main-Kinzig-Kreis bis 2,1 m beprobt.

Die Ergebnisse können Sie in folgendem Rundbrief nachlesen: Rundbrief Stickstoff-Verlagerung (pdf 320 KB)


Veröffentlichung: Anlage von Erosionsschutzstreifen

veröffentlicht am: 11.03.2021

Pecoroni, D. & M. Peter (2021): Anlage von Erosionsschutzstreifen

Bodenschutz in Hessen, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Download unter: umwelt.hessen.de (pdf 10 mb)


Hauptsache gedüngt?

veröffentlicht am: 02.03.2021

Das Wetter ist frühlingshaft und warm, die Ackerfrüchte zeigen dort, wo Kahlfröste herrschten, wieder leichte Grüntöne und die, die unter einer tiefen Schneedecke lagen, prahlen mit einem satten Grün.

Die Nächte sind noch kalt, die Wettervorhersage meldet für die kommenden Tage zudem wieder deutliche Minusgrade in der Nacht.

Es brennt also noch nichts an – solche Gleise (siehe Foto) schädigen den Boden nachhaltig...!

Bitte warten Sie mit der Düngung, bis die Flächen tatsächlich befahrbar sind!


Kalender zur Ausbringung von organischen Düngern

Rundbrief zur Schossergabe und zur Maisaussaat

veröffentlicht am 23.02.2021

Auf der Grundlage der Düngeverordnung haben wir für Sie Kalender zur Ausbringung organischer Dünger zusammengestellt.
In diesen Kalendern finden Sie für die verschiedenen Anbaufrüchte:

  • Zeiträume, in denen eine Ausbringung nach Düngeverordnung erlaubt ist,
  • aber auch Zeiträume, in denen eine Ausbringung im Sinne eines effizienten Düngereinsatzes sinnvoll ist
  • sowie vernünftige Ausbringungsmengen.


Für Flächen innerhalb der mit Nitrat belasteten Gebiete nach § 13a DüV ("rote Gebiete") gelten folgende Kalender zur Ausbringung organischer Dünger: