Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Wetteraukreis

Düngeempfehlungen für den Beratungsbereich des Maschinenring Wetterau

Die Beratungsbüros veröffentlichen jedes Frühjahr eine regionale Düngeempfehlung für Raps, Sommerungen und Wintergetreide. Diese basiert auf den Nmin-Beprobungen im Januar der 220 Nmin-Dauerbeobachtungsflächen im Maßnahmenraum. Der Beratungsbereich des Maschinenring Wetterau umfasst überwiegend Gemarkungen im Naturraum Wetterau und dem Büdingen-Meerholzer-Hügelland, sowie Gemarkungen im Frankfurter Raum. Die Düngeempfehlungen werden nach den Regionen "Wetterau Nord" (Zentrale Wetterau zwischen Wölfersheim, Reichelsheim, Dorn-Assenheim bis Bingenheim und Unter-Widdersheim), "Wetterau Mitte" (Gemeinde Niddatal und Burg-Gräfenrode) und "Wetterau Süd" (Raum Bad Vilbel, Dortelweil, Nieder-Erlenbach bis Seckbach) unterschieden. Separat behandelt werden die Gemarkungen der Region Büdingen, Glauburg Ranstadt sowie Rinderbügen.

In unserem aktuellen Zwischenfruchtschreiben informieren wir...

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In unserem aktuellen Frühjahrsrundschreiben finden Sie erste...

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Regionale N-Düngeempfehlung und Nmin-Werte

Düngeempfehlung Frühjahr 2020

Untenstehend finden Sie die Regionale Stickstoff-Düngeempfehlung (1. und 2. Gabe) in Wasserschutzgebieten (WSG) und im WRRL-Maßnahmenraum Wetteraukreis unter Berücksichtigung der regionalen Frühjahrs-Nmin-Werte 2020.

Regionale Düngeempfehlung Frühjahr 2020 (pdf 366 KB)


Dünger-Verteilpläne für Gärreste und Komposte

Organische Dünger sind wertvolle Mehrnährstoffdünger. Bei regelmäßigem Einsatz gemäß guter fachlicher Praxis sind sie Humusquelle für Ackerflächen, bilden einen langsam fließen-den N-Speicher und tragen zu einer Verbesserung des Bodengefüges bei. Gegenwärtig werden neben Rinder- und Schweinegülle bzw. -mist, Klärschlamm sowie zunehmend Kompost und Biogasgärreste in der Wetterau eingesetzt.

Die Nährstoffgehalte der drei letztgenannten Wirtschaftsdünger sind stark von der Zusammensetzung ihres Ausgangssubstrates abhängig. Entsprechend sind Schwankungen innerhalb der Nährstoffzusammensetzung bereits im Jahresverlauf möglich und fordern von den Landnutzern regelmäßige Neuberechnungen der Ausbringmengen. Dafür sind immer die aktuellsten Analysewerte hinzuzuziehen. Um Ihnen aktuelle Empfehlungen zur Verfügung zu stellen, stehen auf dieser Seite Verteilpläne für Komposte und Gärreste ausgewählter Anlagen zum Download bereit. Bitte beachten Sie das Datum der jeweils zu Grunde liegenden Analyse!

Verteilpläne Biogasanlagen

 

Gärrest:

Biogasanlage Altenstadt (Stand 02.03.2020)

Biogasanlage Berstadt (Stand 02.03.2020)

Biogasanlage Karben (Stand 02.03.2020)

Verteilpläne Kompostierungsanlagen

 

Gärrest/Kompost:

Kompostierungsanlage Wetterau, Ilbenstadt (Stand 02.03.2020)

Kompostierungsanlage Rhein-Main Biokompost, Frankfurt (Stand 02.03.2020)


Düngebedarfsempfehlung - Düngebedarfsermittlung nach DüV

Die regionalen Nmin-Werte sowie Erfahrungen der Wasserschutzberatung sind Grundlage für die regionale Düngebedarfsempfehlung (DüEMPF), aber auch für eine Einzelschlag-Düngebedarfs-Empfehlung nach den Standards der hessischen Wasserschutzberatung. Ebenso können Sie mit den regionalen Nmin-Werten Ihre Düngebedarfsermittlung (DBE) nach Vorgaben der DüV berechnen.

Der MR Wetterau stellt Ihnen für beide Berechnungen nachfolgend Formulare mit Datentabellen und Anwendungserläuterungen zur Verfügung. Wir möchten jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass der berechnete Düngebedarf nach Düngebedarfsermittlung der DüV lediglich eine ordnungsrechtli­che Obergrenze für den Stickstoffeinsatz darstellt. Er macht keine Aussage über den tatsächlichen Düngebedarf, der aufgrund standort- und bewirtschaftungsspezifischer Besonderheiten meist deutlich geringer ausfällt, als die Obergrenze nach DüV.

Wir empfehlen somit ausdrücklich, die Ergebnisse der Düngebedarfsempfehlung (DüEMPF) für die N-Düngeplanung umzusetzen. Sie entspricht eindeutiger dem wirtschaftlichen Optimum sowie der Umsetzung der Wasserschutzziele und berücksichtigt somit differenziert

  • die Stickstoff-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat (variiert nach Region, Standortgüte und Vegetationsdauer der Kultur),
  • die Nachlieferung aus organischer Düngung (variiert nach langjähriger und aktueller organischer Düngung, Anwendungshäufigkeit etc. sowie
  • die Vorfruchtwirkung von Haupt- oder Zwischenfrüchten.

Sie bildet damit präziser den vorhanden Stickstoff-Vorrat aus verschiedenen Quellen ab, und trägt zu einem effizienteren Stickstoffeinsatz bei.

 

Formulare zur Berechnung

Die Formulare zur Berechnung der Stickstoff-Düngebedarfsempfehlung (blauer Bereich) sowie der Stickstoff-Düngebedarfsermittlung nach DüV (gelber Bereich) samt Datentabellen und Anwendungserläuterungen, sowie Formulare für die Berechnung der P2O5-Düngebedarfsermittlung finden Sie hier:

Fomular Ackerland (pdf, 296 KB)

Formular Grünland (pdf, 205 KB)

 

Des Weiteren stellen wir Ihnen einen Excel-Rechner zur Verfügung, mit dem Sie bequem, ohne Nachschlagen von Tabellenwerten, Ihre Düngebedarfsempfehlung, sowie Ihre Stickstoff und Phosphor-Obergrenze berechnen können. 

Bitte beachten Sie, dass Erläuterungen zu rechtlichen Vorgaben und zu Anrechnungen ausschließlich in den Formularen und nicht im Excel-Rechner enthalten sind. 

Excel-Rechner Stickstoff (Ackerland, Grünland) (xlsx, 148 KB)

Excel-Rechner Grundnährstoffe (Ackerland, Grünland) (xlsx, 69 KB)

 


Vereinfachte Düngebedarfsermittlung im Herbst

Bei einer Düngung im Herbst muss eine Vereinfachte Düngebedarfsermittlung berechnet werden. Diese gibt unter Berücksichtigung von Düngung und Erntemenge der Vorfrucht, Bodenbearbeitungsintensität und langjährigem Einsatz organischer Düngung eine Empfehlung für einen Düngebedarf im Herbst.

Weitere Informationen und das aktuelle Formular zur Berechnung der Vereinfachten Düngebedarfsermittlung im Herbst finden Sie untenstehend.

Informationsschreiben zur Vereinfachten Düngebedarfsermittlung im Herbst 2019 (pdf, 260 KB)